Augen schonen am Bildschirm

Die Ursachen und Folgen

In der heutigen Zeit verbringt ein großer Teil der Menschen eine Vielzahl an Stunden am Computer, sei es aus beruflichen oder gesellschaftlichen Gründen oder zum Spaß mit Computerspielen. Die Folge ist außer dem häufig auftretenden verspannten Nacken und Rückenproblemen vor allem Beschwerden an den Augen. Zwar ist nicht wissenschaftlich belegt, dass das ständige Schauen auf den Bildschirm bei Erwachsenen langfristige Schäden an den Augen, wie Kurzsichtigkeit verursacht, doch auch die kurzfristigen Folgen, wie Augenbrennen, Lidzucken oder gar Kopfschmerzen bis hin zu einer vorübergehenden Beeinträchtigung der Sehleistung werden als sehr unangenehm empfunden. Anders ist es bei Kindern und Heranwachsenden. Da diese sich noch in der Entwicklung befinden, kann häufige und langfristige Beschäftigung mit Computern zu dauerhaften Sehbeeinträchtigungen führen. Spätestens mit dem Auftreten der oben beschriebenen Symptome, sollte daher klar sein, dass unsere Augen Erholungsbedarf haben. Genau wie unser Körper, brauchen auch unsere Augen ein gewisses Maß an Bewegung, um ihren angestammten Aufgaben beschwerdefrei nachkommen zu können. Genau dieses Maß an Bewegung wird dem Auge jedoch beim Starren auf den Bildschirm verwehrt. Das Auge hat zur einzigen Aufgabe, in einem sehr begrenzten rechteckigen Umfeld die Bildschirmdetails zu fokussieren und zu erfassen. Von einer abwechslungsreichen Bewegung kann nicht die Rede sein. Um nun den negativen Folgen dieses Sehverhaltens entgegenzuwirken, gilt es vor allem zwei Faktoren Aufmerksamkeit zu schenken:

Was schafft Abhilfe?

Umgebung und Bedingungen

Wichtig ist die Umgebung und unter welchen Bedingungen wir uns mit dem PC beschäftigen.

Grundsätzlich gilt, dass jedwede Umstände, welche die Augen anstrengen und belasten, so weit wie möglich zu vermeiden sind. Da wäre zunächst da die Beleuchtung. Die Beschäftigung mit dem PC im Dunkeln strengt die Augen besonders an, da der Kontrast zwischen der Helligkeit des Bildschirms und der Dunkelheit der Umgebung die Augen belastet. Daher ist vorzugsweise für eine tageslichthelle Umgebung zu sorgen. Einheitliche Lichtverhältnisse schonen das Auge. Auch bei dem Abstand zwischen Nutzer und Computer ist ein gewisser Mindestabstand zu beachten, welcher zwischen 50 und 80 Zentimeter betragen sollte. Wobei der empfohlene Abstand je nach Art und Größe des Bildschirms variieren kann. Wichtig ist dabei jedoch, dass Darstellungen und Texte auf dem Bildschirm ohne größere Anstrengung erkannt und gelesen werden können. Daher gilt auch im Hinblick auf Darstellungen auf dem Bildschirm, dass die Augen umso mehr geschont werden, je deutlicher die Darstellungen erscheinen. Ein hoher Farbkontrast, vorzugsweise Schwarz auf Weiß ist hier am wenigsten belastend.

Sehverhalten

Auch die optimalste Umgebung und die besten Bedingungen bei der Beschäftigung mit dem PC sind bei langfristiger Tätigkeit am Computer nicht genug. Von enormer Wichtigkeit ist daher das Sehverhalten an sich. Bewegung und Abwechslung sind hierbei entscheidende Faktoren. Da sich die Augen während der Beschäftigung mit dem Bildschirm kaum mehr als wenige Millimeter bewegen, dabei aber zur Scharfsicht durch mikroskopisch geringe Blickbewegungen stark beansprucht werden, ist es wichtig den Augen in regelmäßigen Abständen eine Pause zu gönnen, den Blick vom Bildschirm zu nehmen und ihn durch den Raum wandern zu lassen. Ebenso wichtig ist es, öfters in die Ferne zu Blicken. Dies entspannt die Augen, denn bei der Sicht auf den Bildschirm, befindet sich das Auge ständig in der mittleren Nahsicht, welche ihm eine gewisse Spannung abverlangt und zur Ermüdung führt. Gelegentliches Sehen in mindestens 6 Meter Ferne wirkt hier lindernd. Sehr hilfreich ist es auch, den Augen zwischendurch eine Auszeit zu gönnen. Besonders das so genannte Palmieren hat sich als wohltuend erwiesen. Hierbei werden die Augen geschlossen und die warmen Handflächen auf sie gelegt. Schon nach kurzer Zeit verdunkelt sich das innere Bild, was ein Anzeichen für die Entspannung der Augen darstellt. Schon eine Minute ist ausreichend, um das Auge merklich zu entlasten.

Präparate

Sind die Beeinträchtigungen der Augen so stark, dass das bloße Umstellen des Sehverhaltens und der Umgebung alleine nicht ausreichende Linderung verschafft, kann auf bestimmte Naturheilpräparate, wie Augentropfen oder spezifische Tabletten zurückgegriffen werden.

Hierbei ist allerdings zu beachten, dass diese Präparate nur im Zusammenspiel mit den zuvor genannten Vorkehrungen und Verhaltensweisen den gewünschten Erfolg erzielen können.