Slow Food – die neue Alternative

Es gibt zwei Trends im Bereich der Ernährung. Das Fast Food ist allen Menschen ein Begriff. Burger, Pommes und Co. haben die Herzen vieler Genießer erobert. Die gegensätzliche Variante ist das Slow Food. Slow Food wird nicht als „langsames Essen“ definiert, sondern es ist ein ganzen, gesundes Ernährungskonzept, dass sich nach und nach auch in Deutschland durchsetzt.

Der Ursprung von Slow Food

Geboren wurde die Idee des Slow Food in Italien. Der Grund, warum diese Gegenbewegung ins Leben gerufen wurde, war der starke Fast Food Trend. Ursprüngliche Rezepte und Lebensmittel aus der eigenen Region sollten geschützt und erhalten bleiben. Als im Jahre 1986 eine große Fast Food Filiale in Rom eröffnet wurde, schuf Carlo Petrini das Slow Food Movement. Slow Food ist der Begriff, der für ausgewogene, gesunde Ernährung steht und für den Genuss der regionalen Produkte. Bewusste Ernährung und guter Geschmack sind die Basis dieser Bewegung.

Slow Food und dessen Vorteile

Eine ausgewogene, gesunde Ernährung bringt viele Vorteile mit sich. So wird nicht nur der Körper gesund gehalten, sondern auch die Seele und das allgemeine Wohlbefinden profitieren von dieser Ernährungsweise. Man nimmt Sättigungsgefühle und Hunger wieder natürlicher wahr. Beim Fast Food soll der Hunger schnell gestillt werden. Es kommt nicht selten dazu, dass viel zu viele Kalorien zugeführt werden. Übergewicht oder Folgeerkrankungen sind die Folge. Beim Slow Food sollen natürliche Nahrungsmittel genossen werden, die auf traditionelle Weise hergestellt werden. So werden kleinere Hersteller aus der Region unterstützt. Es wird eine größere Geschmacksvielfalt erreicht. Das Essen wird Tag für Tag wieder intensiver genossen.

Zuhause Slow Food genießen

Jeder kann den ersten Schritt zu einer Slow Food Ernährung tun. Im eigenen Garten oder auf dem heimischen Balkon können eigene Pflanzen gezogen werden. So entsteht ein individuelles Slow Food Beet ganz in der Nähe. Viele Gemüsesorten, wie Salat, Kartoffeln, Karotten oder Erbsen lassen sich wunderbar selber ziehen. Auch Tomaten oder Kräuter können selbst aufgezogen werden.

Für Kinder ist das Wunder des Wachstums besonders aufregend. Sie lernen, wie die Pflanzen heranwachsen und wie köstlich sie schmecken. So werden selbst die Kleinen zu einer gesunden, bewussten Ernährung erzogen. Auch Kinder sollten verschiedene Gemüse sehr früh kennenlernen. Beim Einkauf sollte stets auf eine sehr gute Qualität der Nahrungsmittel geachtet werden. Auf dem Wochenmarkt sind besonders gute und frische Lebensmittel zu finden. Auch hier spiegeln sich die Saison und die regionale Vielfalt wieder.

Slow Food Entwicklung in Deutschland

Die Slow Food Bewegung hat auch in Deutschland bereits Einzug gehalten. Schon seit dem Jahr 2007 finden regelmäßige Slow Food Messen statt. Diese werden einmal im Jahr in Stuttgart ausgerichtet. Auch auf anderen Messen sind Slow Food Stände zu finden, so auch auf der Grünen Woche in Berlin oder auf der Internorga. Die Slow Food Vereinigung möchte sich in der ganzen Welt bekannt machen und für einen Wandel auf dem Gebiet der Ernährungstrends sorgen. Die Geschmacksvielfalt und Qualität soll bewahrt werden und der Genuss in den Vordergrund rücken.